Navigationsweiche Anfang

Navigationsweiche Ende

Druck- und Medientechnologie


Druckverfahrenstechnik, Flexodruck und Werkstoffe der Druckverfahrenstechnik

v.l.n.r: Tobias Enk, Tim Stiene, Lukas Neumann, Peer Weber, Sven Ritzmann, Lukas Roos, Victor Djan, Prof. Peter Urban, Meray Macit

Druckverfahrenstechnik im engeren Sinne befasst sich zunächst damit, Druckfarbe in richtiger Menge an den richtigen Stellen in einer notwendigen Qualität auf ein Substrat aufzutragen.

Damit dies gelingen kann, müssen viele Anforderungen erfüllt werden. Richtiger Antransport des Bedruckstoffes, Erzeugen eines gleichmäßigen Farbfilmes definierter Dicke und die Übertragung dieses Farbfilms aus dem Farbreservoir über die Druckform auf den Bedruckstoff sind Aufgaben, die Druckmaschinenhersteller, Zulieferer und Verfahrenstechniker gleichermassen beschäftigen.

Bei Betrachtung der klassischen Hauptdruckverfahren Flachdruck, Hochdruck, Tiefdruck und Durchdruck ergeben sich schon aus den Unterschieden im Druckwerksaufbau Hinweise auf die speziellen Herausforderungen in jedem einzelnen Verfahren von geradezu philosophischer Vielfalt und Tiefe.

Die Sicherstellung der gestellten Qualitätsanforderungen verlangt die Verwendung einer anspruchsvollen, vornehmlich optischen Meßtechnik, die sowohl Qualitätsmerkmale – bspw. Farbwerte – erfasst, als auch über Prozessgrössen, wie etwa Farbschichtdicken, Passerabweichungen etc. Auskunft gibt. Dokumentierte Forschungsbemühungen und Entwicklungen der vergangenen Jahrzehnte haben zu einer kontinuierlichen Verbesserung der Qualität und Produktivität in diesem Bereich geführt, die häufig erst erfahrbar wird, wenn man sich Drucke, Zeitschriften etc. über einen langen Zeitraum verfügbar macht und gegeneinander vergleicht.

Besonders deutlich wird dies in einem Druckverfahren wie dem Flexodruck, der einerseits in einer Qualitätsrangfolge der Druckverfahren nach Tiefdruck und Offset kommt, andererseits heute Produkte vorweisen kann, die auch vom Fachmann nur noch mit der Lupe als Flexodruck identifiziert werden können. Zugleich ist dieses Druckverfahren für die wissenschaftliche Beschäftigung attraktiv, da es – etwa im Vergleich zum Offsetdruck - in der Vergangenheit weniger Beachtung gefunden hat.

Obwohl der Tiefdruck wesentlich stärker wissenschaftlich durchleuchtet wurde als Flexodruck, bleiben auch in diesem Bereich manche Fragen unbeantwortet. Aufgrund der vielen Gemeinsamkeiten von Flexo-  und Tiefdruck, vom Anwendungsgebiet, über die Verwendung von Rasterwalzen/Tiefdruckzylindern die abgerakelt werden, bis hin zur Beschaffenheit der Druckfarben, werden die Forschungsaktivitäten zusammen mit der Meßtechnik von der o.a. Personengruppe gemeinsam betrieben.